Sportfischerverein am Greifensee
Uster
 
Last Update: 20. März 2012 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

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S'Fischerjahr 2004

 

Im e milde Winter mit schöne Tage tuet eus Wind und Räge öfters plage.
Was ich im Gägesatz zu früehner finde, es hät vo Johr zu Johr meh Wind.
Mir uf jede Fall tuet d'Bise mänge Fischertag vermiese.
S'fragt sich, isch de Klimawächsel schuldig oder ich im Alter ungeduldig?
Mit de Felche lauft's im erscht Quartal einisch meh nöd optimal.
Trotz vielne Tricks us de Hegenechischte sind die Silbrige schwer z'überlischte.
Erscht im November werdet's gfrässig und mer fangt sie mittelmässig.
Hin und wieder bissed's toll und Einigi händ d'Packig voll.

Zum Hälferässe im Januar chunt leider nur en chlini Schar.
Es paar meined, mer wetti einisch öppis anders als Spagetti.
Ich dänk aber au mit Kalbsfilee, wärs e so wie eh und jeh.
Im laufend Jahr mit nur drissg am Ässe, isch's glaub Zit dä Treff z'vergässe.

Erfreulich isch d'Teilnehmerzahl a de GV mit em Gratismahl.
Schnell erledigt sind Traktande und d'Präsisuech tuet wiederum versande.
De Fischerei-Ufseher tuet mer plage mit gschide und au dumme Frage.
De geduldig Vogt Hanspeter git Antworte am Laufmeter.
Über Vieles und au d'Haltig vo de Fischerei-Verwaltig.

Was mer an meischte ghört, isch de zweiti Profi, wo eus schtört.
Und ewig sind's au d'Fischbeschtänd wo heftig z'diskutiere gänd.
Ich dänk, wer erfolgrich fischt, isch natürlich Optimischt,
und die mit eher magere Quote
tüend d'Beschtänd als schlecht benote.
Vieli sind au biss- und mengesüchtig und schimpfed sowieso ganz tüchtig.

Bim Uferplausch schpielt's Glück mit,
dass hür wieder 14 Kilo Schwale git.
Mit ihrne Fäng am Ilauf une
händ die vo Lache ganz klar gunne.
Am Strehler Walti mit sim Fang
langt's grad no für de dritti Rang.
Nur 16 vo euser Site
tüend de Plausch-Wettkampf beschtrite.
Mit 10 Lachner im Verglich
isch da nöd grad glorrich.
Z'Lache git's bezüglich Rang nüd Neus,
de Bescht isch wiederum vo eus
Mit zwe Brachsme hät's scho wieder klappt
und Strehlers Walti sich de Bächer gschnappt.
Au de Jan Spitz als Dritte
cha mer no ufs Treppli bitte.
De Viert, de Bleuler Karl, sorgt füren Gäg.
Er lauft vo de Ruete wäg,
de Zapfe reist und versinkt,
mer rüeft "he Kari chum" und winkt.
Langsam macht er sich uf d'Socke
ud feumeret en 3 Kilo schwere Mocke.
Am Name treu , gits hür z'Lache,
zum Scmunzle au no anderi Sache.
D'Brachsme tüend bim Keller Marcel schtreike,
defür chan er es Verlo useschleike.
De Kolleg bi ihm gseht plötzli rot,
d'Ruete wird usezoge vo me Boot.
E Nobel-Yacht hät sie dänn gfunde
und retour bracht, nach zwe Schtunde.

Ab April und au im Mai
bringt mer schöni Rehlig hei,
vereinzelt zwar, doch bi de Fahneschtange
häsch de Plausch die Möcke z'fange.
Und die Gschtreifte mached eus ab Summer
a vielne Täg meh Freud als Chummer.
Oeb mit em Twister oder Fischli präsentiere,
wer drus chunt, cha schön profitiere.
Und wer grossi Hecht tuet schätze,
isch erfolgrich gsi mit Schleike oder Setze

S'Fischerfescht im Juli lauft gut a
Mit Fische isch zerscht d'Jungend dra.
Trotz em teilwis schtörend Wind,
wird schön gfange, vo de Chind
und d'Auge lüchtet dänn bim Gang
für de schöni Prisempfang.
Am Samschtig z'Nacht im Zelt
rollt leider nöd viel Geld.
Mer zieht us an Zürisee
ums hochgelobti Fürwerk z'gseh.
Zum Glück händ aber vieli Chunde
de Wäg zu eus i d'Feschtbeiz gfunde.
D'Fischfilee sind ebe sehr beliebt
und sinds wo vieli Lüt azieht.
Am Sundig scho am halbi vieri.
ischs verbi mit Fisch zum Zvieri.
Ghört han ich vo kompetenter Schtell,
dass mer zfriede isch, au finanziell.

Bim Wettfische nänd drü mal zwei
i däm Jahr d'Medaile hei.
De Caiazza-Brüder isch s'Glück hold,
je 2340 Gramm langed für Gold.
Silber git mer de Varga-Boys i d'Hand
mit nur grad 10 Gramm Rückschtand.
Bi de Dritte, am Thoma-Brüderpaar
isch de Abstand dänn scho ganz klar.

Nur rund 40 nänd teil
und 26 devo mit Petri-Heil.
Mit total 60 Pfund
isch's Egebnis mittelrund.
D'Egli händ am meischte d'Ruete boge
und voredure wird en Hecht no zoge.

Bi zwe Kürs vom Erich für die Junge
isch de Fischerfunke übere gsprunge.
Im Juni fühled sich d'Teilnehmer bschisse,
i de Praxis hät keis schwänzli bisse.
Bim zweite Kurs im Auguscht
gits diesbezüglich dänn kei Fruscht.
Mit Mädli d'Aengel fin bestückt,
sind vieli Schwalefäng gut glückt.
E neui Jugendgruppe isch de Lohn
für d'Müh vom Erich und siner Aktion

D'Fischer Reis im Programm
verschwindet heimlich und ganz klamm.
Schön wär's gsi i de Fischerkluft,
am Lünersee mit Höheluft.
Doch hät mer ghört, dass offebar
2000 Meter z'höch sind für e paar.
Us dem Vofall wäri d'Lehr,
nur sicher isch en Reis as Meer.

Am Schtadtrat Uster han ich en Glückwunsch gschriebe
und s'Parkplatzproblem so under d'Nase griebe:
Im Oktober wurden wir schockiert
weil am Seeparkplatz man kassiert.
Nicht das Bezahlen stört,
nein, das System ist unerhört.
Ueberall gibt es Pauschalen
für jene die schon indirekt bezahlen.
Aus der Sicht der Fischerwarte
erhalten sie deshalb die rote Karte.
Ein Fischertag würd rund 10 Franken kosten,
ergäbe 1000 Fanken dann als Jahresposten,
den ich mir als "kleiner Mann"
einfach nicht mehr leisten kann.
Bleibt es so absurd und vermessen
kann ich das Fischen gleich vergessen.
Zwar wünsch alles Gute ich in diesen Feiertagen,
doch auch dass sie Zweifel plagen
und dass das Christkind si noch gnädig stimmt
sodass alles ein faire Wende nimmt.

Zämefasend gseit, mir isch nöd bang
um de künftig Grifesee-Fischfang.
Viel Gschuppti bringt mer aber nur a Land
mit Gschick und grossem Zitufwand
Meh Sorge macht mir allgemein
euse liebi Schportverein.
D'Aläss werdet immer schlechter bsuecht
und Willigi vergäbe gsuecht.
Bitter nötig wär en frische Wind,
und zwar nöd z'schpot, sondern gschwind.
Drum möcht ich dringend appelliere,
mitzmache, z'helfe und sich z'engaschiere.


Christian Kohli 02/05

 

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